Allerseelen by Cees Nooteboom

By Cees Nooteboom

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Example text

Bronzetüren, dorische Marmorsäulen, das Rauschen der hohen Bäume. »Dort liegt sie«, sagte Victor und zog eine Ansichtskarte hervor, ein Zaubertrick. Sie zeigte eine junge Frau. Arthur sah ihn an, doch auf Victors Gesicht war nichts zu lesen. War er nun einfach sentimental, lachte er ihn aus, oder was? Er wußte nicht, wie er reagieren sollte. Die Frau war hübsch, hatte zugleich aber etwas Törichtes. Ein locker fallendes weißes Gewand, das unter den großen sahnefarbenen Brüsten mit einer hellblauen Schleife zusammengeschnürt war.

Ihretwegen war er schließlich gekommen. Wenn er nach links ging, konnte er das Bild von Luise wieder sehen. Ungehörig, wie Bilder im Lauf der Jahre sie selber blieben. Er wußte genau, was er empfinden würde, und das wollte er nicht. Er hatte es nicht sagen wollen, damals, und wahrscheinlich war es auch Unsinn, aber tief in seinem Herzen hatte er gedacht, daß Roelfje vielleicht genauso gegangen war wie diese Frau. Scheu war das Wort, das dazugehörte. Scheu, es schien, als ob dieses Wort nun, da er es aussprach, nicht einmal mehr existierte.

Er hielt ihr die Zeitung hin, doch sie schüttelte den Kopf. Es ging also nicht um die Zeitung, sondern um den Moment des Zuspätkommens, des Verlierens. Sie nahm Le Monde und verschwand um die Ecke der Bar. Er selbst fand einen Platz am Fenster. Es war noch nicht einmal vier und schon fast Nacht. « Wo kam das her? Waren das die Ungläubigen? Warum war Arno nicht da, der wußte immer alles. Notieren, heute abend fragen. Doch er vergaß es auf der Stelle. Dieses Gesicht, das ihn so wütend angesehen hatte, was für ein Gesicht war das?

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